FANDOM


Ein Weihnachtsverbot ist eine Anweisung zur Unterlassung des Feierns von Weihnachten.

Weihnachtsverbot in der Geschichte Bearbeiten

  • 1644 hatte ein Beschluss des englischen Parlaments das Feiern Weihnachten verboten, weil nach Ansicht der reformierten Puritaner das Geburtsdatum Jesu in den Schriften der Bibel nicht genannt und Weihnachten als heidnisches Fest angesehen wurde. Auch ausgelassene Feiern und Alkoholkonsum wurden als Begründungen für das Verbot genannt. Das Weihnachtsfest verschwand jedoch nicht gänzlich und es entstand eine Bewegung, die das Brauchtum bewahren wollte.
  • 1659 wurde in Massachusetts ein Gesetz verabschiedet, das das Feiern von Weihnachten unter Strafe stellte. Dieses Weihnachtsverbot war auf den Einfluss anglo-amerikanischer Puritaner zurückzuführen, die das Weihnachtsfest als "unbiblisch" ansahen. Das Weihnachtsverbot in Massachusetts musste 1681 auf Druck der englischen Regierung wieder aufgehoben werden, jedoch wurde Weihnachten erst 1856 ein staatlicher Feiertag in den Vereinigten Staaten.
  • Die in Neuengland lebenden Unitarier lehnten noch bis ins 19. Jahrhundert das Feiern von Weihnachten ab.
  • 2013 löste das Bezirksamt von Berlin Friedrichshain-Kreuzberg große Aufregung aus, weil sie beschlossen aus "Gründen der Gleichbehandlung" ein Verbot von allen Festen mit religiösen Hintergrund auszusprechen. Nachdem es Beschwerden von Anwohnern im Zuge des Ramadan Festes gab, wurde einstimmig entschlossen, religiöse Festivitäten in Berlin Kreuzberg komplett zu canceln. Der öffentliche Druck wurde daraufhin so groß, dass die Stadtverwaltung sich gezwungen sah alles wieder zurückzunehmen.
  • In drei Ländern ist Weihnachten offiziell verboten. Wer trotzdem feiert, dem droht in diesen Ländern sogar eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren:
    • In Somalia ist Weihnachten verboten, weil sie eine Gefahr für den muslimischen Glauben des Landes darstellt.
    • In Tadschikistan sind Weihnachtsbäume und Bescherungen in Schulen per Erlass verboten.
    • In Brunei ist Weihnachten verboten, weil das Fest den nationalen muslimischen Glauben gefährde. Bei Missachtung drohen Strafen von bis zu 20.000 Dollar und fünf Jahren Gefängnis.

Weihnachtsverbot in der Populärkultur Bearbeiten

Im Zeichentrickfilm Das verbotene Weihnachtsfest ist es in der kleinen Stadt Ironville verboten Weihnachten zu feiern, weil der Fabrikbesitzer Kovet Weihnachten hasst. Dagegen rebellieren drei Kinder und wollen das Weihnachtsfest wieder einführen.

Quellenverzeichnis Bearbeiten